Wie das Zertifizierungsverfahren zum EU-zertifizierten Sachverständigen aufgebaut ist

Sachverständige müssen sich laufend weiterbilden, um up to date zu bleiben. faircheck Schadenexperten werden durch den faircheck Campus mit einem umfassenden Weiterbildungsprogramm für die Schadenregulierung unterstützt. EU-weite Zertifizierungen werden über die IQ-Zert in Deutschland abgewickelt. Die beiden Schadenexperten Gerd Kerschbaumer und Gernold Bergmann haben kürzlich die Prüfung zum EU-zertifizierten Sachverständigen abgelegt.

Um fachlich obenauf zu bleiben, ist Weiterbildung für faircheck Schadenexperten zur täglichen Schadenregulierung ein wichtiges Thema. Der faircheck Campus unterstützt mit vielen Schwerpunktthemen kompakt aufbereitet für Sachverständige, Schadensachbearbeiter von Versicherungen oder Experten im Bereich Schadenregulierung mit einem Jahresprogramm. Zusätzlich werden von den Schadenexperten Zertifizierungen angestrebt. Um europaweite Vergleichbarkeit sicherzustellen, gibt es seit geraumer Zeit Zertifizierungen auf EU-Niveau nach DIN EN ISO/IEC 17024 zu „Schäden an Gebäuden“. Die IQ-ZERT mit Sitz in Deutschland ist die zuständige Zertifizierungsstelle für Sachverständige bzw. Schadenexperten in diesem Bereich.

EU-Zertifizierung von faircheck Schadenexperten gewährt aktuellen Wissensstand

Aktuell haben wieder einige faircheck Schadenexperten die Prüfung für diese Zertifizierung abgelegt. Voraussetzung, um an der Prüfung teilnehmen zu können, ist die dreijährige praktische Erfahrung des Sachverständigen im Zertifizierungsbereich. Die Prüfung ist sehr umfassend und gliedert sich in einen mündlichen und einen schriftlichen Teil. Dr.-Ing. Horst Finsterer ist Geschäftsführer der IQ-ZERT und beschreibt die Entwicklung und den Prozess der Zertifizierung wie folgt: „Die IQ-ZERT bietet seit 2004 Prüfungen zum zertifizierten Sachverständigen für Bauschäden und den Teilgebieten hierzu – wie z.B. Versicherungsschäden – an. Seit 2011 finden regelmäßige Kooperationen mit unserem Partner faircheck-Österreich bei der Qualifizierung statt. Unsere Prüfung basiert auf der internationalen Norm EN ISO/IEC 17024 und bietet die qualifizierte Bestandsaufnahme, zusammengesetzt aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung sowie einer Überprüfung von Gutachten. Durch die Überwachung einer Akkreditierungsstelle bietet diese Form der Zertifizierung die Gewähr einer gleichbleibend hohen Qualität von Ausbildung und Prüfung. Durch regelmäßige Pflichtweiterbildungen gewähren die zertifizierten Sachverständigen auch nach der Prüfung immer einen aktuellen Wissensstand.“

Gerd Kerschbaumer legte die Prüfung zur EU-Zertifizierung 2019 ab.

Gerd Kerschbaumer, EU-zert. Sachverständiger und Schadenexperte bei faircheck, über die Prüfung: „Die zwei Prüfungstage bei IQ-Zert waren sehr lehrreich und aufschlussreich. Im Teilbereich zur Gutachtenerstellung ging es bei mir unter anderem um Feuchte- und Schimmelpilzschäden, die in der Praxis auch in Zukunft immer mehr Relevanz bekommen, weil Regulatoren und Öffentlichkeit darauf stärker reagieren.“

Die schriftliche Prüfung zur EU-Zertifizierung dauert ungefähr 4,5 Stunden und befasst sich mit vier Prüfungsgebieten:

– Grundlagen zu Baukonstruktion, Bauphysik und -chemie sowie Schadenserkennung

– Gutachtenerstellung, Beteiligung von Fachgutachtern

– Recht

– Abrechnung nach JVEG und HOAI

Der Abschluss bildet die mündliche Prüfung, die technische, rechtliche und fachliche Fragen umfasst. Eine Rezertifizierung ist nach 5 Jahren erforderlich. Dazwischen werden jährlich Gutachten des Sachverständigen überprüft. Zusätzlich sind 3 Tage an einschlägiger Weiterbildung pro Jahr nachzuweisen.

Gernold Bergmann ist ebenso mit 2019 nach DIN EN ISO/IEC 17024 europaweit für den SV Bau Bereich „Schäden an Gebäuden“ zertifiziert.

Gernold Bergmann, EU-zert. Sachverständiger und faircheck Schadenexperte über das Zertifizierungsverfahren: „Ich bin ja kein großer Freund von Prüfungen. Praktisch hat man mit den Teilbereichen täglich zu tun. Die Menge an Prüfungsstoff ist aber sehr umfangreich und wird an den beiden Seminartagen zur Prüfungsvorbereitung stark komprimiert. Es waren schon einige Bereiche dabei, die ich für meine Praxis mitnehmen konnte.“

 

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