Wie der Auftragsprozess bei faircheck aussieht

In der Serie „Anwendungen der faircheck Teil 3“ möchten wir unseren Auftragsprozess näherbringen. Dieser ist notwendig, um möglichst rasch und fehlerfrei die Daten, die wir von den Auftraggebern erhalten, in unsere Systeme zu bringen und Schadenexperten mit den notwendigen Informationen zu versorgen. Weiters sind das Grundlagen, die für die Berichterstellung und eine rasche Bearbeitung des Schadenfalles notwendig sind. Um die verschiedenen Informationen aus den verschiedensten Quellen bearbeiten zu können, mussten wir unser OCR-Programm für unsere Anwendungen anpassen und können somit ausgelesene Informationen direkt in unseren Auftragsdatenprozess einbauen. Wenn diese Daten dann in der Anwendung sind, kann der passende Schadenexperte durch Selektion nach Gebiet, Skills und Verfügbarkeit ausgewählt werden. Dazu gibt es eine Landkarte, aber auch Dateninformationen, um hier keine unnötigen Fehler zu begehen. Ein weiterer Punkt sind besondere Anmerkungen zum Auftrag, die wir im Auftragsdatenblatt – wie wir es nennen – verarbeiten, so dass auf den ersten Blick die wichtigen Dinge des Auftrages zu erkennen sind. Danach wird noch einmal einen Button ausgelöst und der Schadenexperte bekommt automatisch den Auftrag in seine To-to-Liste.

Effiziente Lösung durch Automatisierung samt Menschen im Einsatz

Ein weiterer Vorteil ist unsere Poollösung, wo wir Aufträge in verschiedenen Gebieten zusammennehmen und gesammelt einem Schadenexperten zur Verfügung stellen. Somit ist gewährleistet, dass ausreichend Ressourcen in dem jeweiligen Gebiet vorhanden sind und hier effiziente Beauftragung erfolgt. Mit hoher Automatisierung unserer Prozesse (Kundenprozess via fairApp, Ablöse, etc.) gepaart mit den Menschen als Entscheider sind wir für normales Geschäft, aber auch für Massenschäden ausreichend gerüstet und seit 15 Jahren mit stetiger Weiterentwicklung unterwegs.

Details unter Vorteile.

Die Anwendungen von faircheck im Überblick – Teil 2: Das Ablösetool

2020 wurde die digitale Ablöse in die Applikationen von faircheck implementiert. So kann der Schadenexperte mit dem Versicherungsnehmer vor Ort oder im Nachgang eine Ablöse vereinbaren.

Die digitale Ablöse funktioniert vor Ort und im Nachgang

Das Tool kann jetzt einerseits vor Ort eingesetzt werden, aber auch im Nachgang. Der Schadenexperte ist beispielsweise vor Ort und hat über die fairApp die Kalkulation gemacht gemeinsam mit dem Kunden besprochen, was ungefähr die Schadenhöhe sein wird und einen Ablösebetrag vorgeschlagen, der einen fairen Betrag darstellt und eine faire sowie fallabschließende Erledigung ermöglicht. Er kann dem Versicherungsnehmer oder Anspruchsteller die Details der Kalkulation zeigen und erklären. Danach wird dem Kunden entweder das Tablet in die Hand gegeben und in einem eigenen Feld wird eine Unterschrift geleistet und die Ablöse kann sofort abgeschlossen werden. Im Nachgang bestätigt der Versicherungsnehmer per Mausklick die Ablöse. Ziel ist es mit einem fairen Betrag eine rasche und fallabschließende Erledigung des Schadenfalls zu ermöglichen.

Einen Überblick die Anwendungen von faircheck finden Sie unter https://www.faircheck.at/standards/.

 

Die Anwendungen von faircheck im Überblick – Teil 1: Die fairApp

In der Serie „Die Anwendungen von faircheck“ möchten wir über die innovativen Schadenprozesse von faircheck informieren. Im ersten Teil informieren Peter Winkler, CEO faircheck, und Eva Kasper, Leiterin Projekte und Innovationen, über die Funktionen der fairApp für Schadenexperten und VersicherungsnehmerInnen bzw. Anspruchsteller. 

Die fairApp ist eine Anwendung, die sowohl von den Schadenexperten als auch von den Versicherungsnehmern / Anspruchstellern verwendet werden kann. Die Schadenexperten finden darin den Überblick über die zu bearbeitenden Schadenfälle, die Kontaktdaten und alle Aktdetails vor. Ebenso ist es möglich, rasch Auftragnehmer und Kunden anzurufen oder eine Route zu planen. Darüber hinaus dient die fairApp als Kalkulationstool für die Schadenkalkulation und die Ablöse wird erleichtert. Fotos, die vom Tablet oder Smartphone gemacht werden, können direkt in die Anwendung gespeichert werden und stehen für den Besichtigungsbericht zur Verfügung.
2018 wurde die Funktionalität der fairApp erweitert. Seitdem schafft diese auch für den Versicherungsnehmer einen Nutzen. Der Kunde (Versicherungsnehmer / Anspruchsteller) hat den Vorteil, dass er sofort sieht, in welchem Status sich der Besichtigungsprozess befindet. Eigene Fotos können vom Kunden selbstständig hochgeladen werden. Eine schnelle Kontaktmöglichkeit mit dem Schadenexperten ist gegeben. Natürlich ist die Anwendung auch für den Desktop verfügbar. Erfahren Sie mehr im Video. 

Die fairApp steht im iTunes Store und im Google Play Store zum Download bereit. 

 

Wie New Players und digitale Prozesse das Profil des Schadenexperten formen

Die Schadenregulierung verändert sich ebenso wie viele andere Bereiche in der Versicherungsbranche durch die Digitalisierung. In erster Linie geht es um transparente und unkomplizierte Prozesse, die den Erwartungshaltungen der Versicherungsnehmer und -nehmern entgegenkommen. Das erfordert neues bzw. ein erweitertes Knowhow von Sachverständigen in der Schadenregulierung. Das Profil des Schadenexperten ist geboren.

„Große digitale Player setzen den Maßstab für Kundenzentrierung. InsurTechs knüpfen an deren Beispiele an. Eine Situation, die etablierte Versicherer zunehmend unter Druck setzt, denn diese sind gefordert, das Kundenerlebnis im Schadenfall zu verbessern“, so Oliver Fink. Als COO verantwortet er das operative Geschäft bei faircheck. „Speziell im Schadenfall – at the Moment of Truth – kann der Versicherer seine Stärke beweisen und den Kunden an sich binden. faircheck sieht sich dabei als starker Partner. Nicht nur in der klassischen Besichtigung, sondern auch in der gemeinsamen Entwicklung digitaler, kundenorientierter Prozesse.“ Seit 2019 unterstützt faircheck unter dem Titel ‚Practice4Professionals‘ verstärkt mit seiner Branchen-Expertise und Ressourcen, um innovative Ergebnisse zu erzielen. „Digitalisierung verändert die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Auftraggebern. Um das angesprochene Kundenerlebnis zu erzeugen, ist es notwendig, Prozesse unternehmensübergreifend aufzusetzen und sich stärker als zuvor zu vernetzen“, meint Oliver Fink.

Schadenregulierung wird digitaler

Automatisierte Prozesse, wie etwa der Kundenprozess von faircheck, unterstützen die von Kunden geforderte Transparenz in der Schadenfallbearbeitung, bei gleichzeitig hoher Datensicherheit. „Die Kundinnen und Kunden unserer Auftraggeber möchten mehr und mehr in die Prozesse involviert werden, über den Status Bescheid wissen und eine gewisse Kontrollfunktion ausüben“, erklärt Oliver Fink die digitalen Weiterentwicklungen bei faircheck, die einen entscheidenden Mehrwert für Versicherungsnehmer schaffen. Um Fahrtwege und Kosten zu sparen, wird bereits seit 2014 von Schadenexperten die Videobegutachtung bei faircheck eingesetzt. Mit VEXPress wurde diese in puncto Schnelligkeit und Einfachheit weiterentwickelt. „Aufseiten der Auftraggeber konnten wir außerdem unter dem Titel ‚Claims Cost‘ im letzten Jahr ein Big-Data-Projekt starten, wo wir Datenmaterial zu Schadenfällen der letzten 10 Jahre zusammengetragen haben“, erzählt Oliver Fink über das wertvolle Management-Tool. „Auf Basis der Claims Cost Datenbank gelingt es, Schadenfälle zu plausibilisieren und zu bewerten.“

Digitalisierung verändert Skills und schafft das Job-Profil Schadenexperte

Ein dynamisches Leistungsprofil wie das von faircheck verlangt erweiterte Skills. Das Berufsbild des Schadenregulierers verändert sich zu jenem des Schadenexperten. Dem faircheck Campus kommt eine wesentliche Bedeutung beim ‚Skill Building‘ zu: „Die skizzierten Entwicklungen verlangen ein hohes Maß an Flexibilität, Lern- und Veränderungsbereitschaft aller fairchecker. Wir versuchen diese Entwicklung in erster Linie durch unseren hauseigenen faircheck Campus zu unterstützen, wo auch externe Sachverständige und Schadensachbearbeiter Zugang haben“, so Oliver Fink. Themenbereiche der Versicherungstechnik, der Bautechnik bzw. die effiziente Handhabung von digitalen Tools werden in kompakten Vortragseinheiten vermittelt, um die Teilnehmenden up to date zu halten. Zusätzlich zu Face-to-Face-Coachings und Seminaren in ganz Österreich unterstützen Webseminar und Skype-Meetings den raschen und effektiven Wissensaustausch. Oliver Fink ist überzeugt: „Alle Entwicklungen in Summe schaffen dieses spannende Job-Profil ‚Schadenexperte‘. Das zeitgemäße Profil unterstützt die Suche von Bewerberinnen und Bewerbern nach neuen Perspektiven am Arbeitsmarkt.“

 

Wie Versicherungsnehmer mit fairVEX in Zeiten von Corona positiv überrascht werden

Aktuell ist es für Versicherungsnehmer besonders herausfordernd, wenn es zu einem Schadenfall in den eigenen vier Wänden kommt und die Versicherung diesen nicht vor Ort begutachten kann. Gerade bei einem Wasserschaden im Haus wird rasche Hilfestellung und Lösung benötigt. Ein Fall aus der Praxis.

Ein Versicherungsnehmer war gestern sehr verwundert: Nach längerer Zeit der Nichtaktivität seiner Versicherung hatte er schon ein böses Mail vorbereitet. Der Grund: Es sah so aus, als würde sein kürzlich eingetretener Wasserschaden auf unbestimmte Zeit ein Wasserschaden bleiben.
Es kam aber anders als gedacht. Der Versicherer beauftragte faircheck mit der Begutachtung des Schadens. faircheck hat sich sofort nach Auftragserteilung durch die Versicherung beim Versicherungsnehmer gemeldet. Mittels Livestream aus der Videoexpertise-App fairVEX konnte der faircheck-Schadenexperte unmittelbar den Schaden aufnehmen und den Bericht an die Versicherung vorbereiten. Wie hieß es früher landläufig: Wer schnell hilft, hilft doppelt. Speziell in Zeiten des kontaktlosen Handelns greift das Service der Videoexpertise von faircheck!

Mehr Details zur Videobegutachtung können Sie in der aktuellen Pressemitteilung Corona-Wirren: fairVEX als echte Alternative für die Begutachtung von Schadenfällen für Versicherer nachlesen.

Auch die ERGO Versicherung setzt Videobegutachtung aktuell verstärkt als Service ein. Kürzlich berichtete AssCompact über den Service mit Partner faircheck. 

fairVEX: Die Videobegutachtungsapp zur Schadenbesichtigung bei faircheck

VEX ist seit 2015 als Videobegutachtungsapp bei faircheck im Einsatz. Aktuell erhält VEX für den Einsatz im Begutachtungsumfeld von faircheck mit dem Namen fairVEX ein neues Branding. Eva Kasper, Leiterin Projekte und Innovationen bei faircheck, über die Hintergründe: „Eine klare Markenstrategie war uns wichtig. Mit der Namensgebung fairVEX können wir sicherstellen, dass die Versicherungsnehmer bzw. die Kunden, die zur Videobesichtigung durch den zuständigen faircheck Schadenregulierer notwendige App in den Stores erkennen.“

Bereits im vergangenen Jahr präsentierte sich die professionelle Videobegutachtungsapp VEX des Innovationsunternehmen PEAN GmbH im neuen Look and Feel. VEX wird bereits jahrelang im Versicherungsbereich u.a. von faircheck genutzt, um eine Vor-Ort-Begutachtung mittels Livestream durch den zuständigen Sachverständigen bzw. Schadenregulierer durchzuführen ohne, dass ein persönlicher Vor-Ort-Termin notwendig wird. Der Versicherungsnehmer oder Handwerker übermittelt dafür per Smartphone, die für die Schadenbegutachtung notwendigen Informationen via App per Bild und Video an den Schadenregulierer, der zeitgleich am Desktop über das VEX-Portal Bildmaterial und Videostream zum Schaden speichern kann. Peter Winkler, CEO faircheck: „Wir nutzen nicht nur das Service VEX aus dem Haus der PEAN GmbH, sondern ebenso die Tools zur Vor-Ort-Schadenkalkulation für die Begutachtungsexperten und zur Schadenstatusmeldung an die Schadensachbearbeiter, Kundenbetreuer und Versicherungsnehmer.“

Mehr über VEX und die PEAN GmbH lesen Sie in der aktuellen Presseaussendung oder finden Sie am VEX-Portal, wo Sie auch einen Testzugang anfordern können.

Die Zukunft geht in Richtung WebApp

fairVEX ist bereit für den neuen Nutzungsweg, der von der herkömmlichen App über zu einer On-Demand verfügbaren WebApp geht. Die technischen Voraussetzungen sind bereits gegeben. Dr. Eva Kasper: „Der Nutzer spürt durch die WebApp Erleichterungen, da dieser keine App herunterladen und so auch keine Passwörter für die App Stores mehr bereithalten muss. Er kann den direkten Weg in die Anwendung gehen.“

fairVEX App zum Download in den App Stores

Alle Funktionen von fairVEX auf einem Blick:

* Einfach & schnell für den Kunden – mit wenigen Klicks zum Livestream auf der Smartphoneapp mit dem Sachverständigen bzw. Schadenregulierer via VEX-Portal!
* Anonym – Verbindungsaufbau erfolgt mittels Session-ID per SMS und E-Mail!
* Mit Video und Foto dokumentieren – Videolivestream und Fotos zur Besichtigung können in der Anwendung zum Schaden gespeichert werden!
* Datenschutz 2.0 – der hohe Datenschutzstandard wird laufend weiterentwickelt!
* Sprach- und Chatkommunikation – Notizen wie beispielsweise Seriennummern kann vom Versicherungsnehmer bequem per Chat eingegeben werden!
* Pointer – genau das zeigen, was man sehen will!
* Flashlight – dunkle Stellen ausleuchten!

fairVEX ist kompatibel mit iOS 13 und steht ab sofort im iTunes sowie im Google Play Store für alle Versicherungsnehmer der faircheck Kunden kostenlos zum Download zur Verfügung.

fairVEX im iTunes Store

fairVEX im Google Play Store

Mehr zu VEX.

Link zur aktuellen Presseaussendung.

Machen wir es für den Kunden

Welche Trends sind aktuell im Schadenmanagement besonders relevant? Welche Rolle spielen Start-ups und InsurTechs? Wie kann ein Innovationshub Versicherer unterstützen? Ausgewählte Experten der Versicherungsforen Leipzig geben nachfolgend kurze und prägnante Antworten auf die viel diskutierten Zukunftsfragen.

Was sehen die Versicherungsforen als die wesentlichen Trends im Bereich Schadenmanagement für die kommenden Jahre? 

Kathleen Joost, Projektleiterin Messekongress Schadenmanagement & Assistance Versicherungsforen Leipzig: 

Kathleen Joost, Projektleiterin Messekongress Schadenmanagement & Assistance Versicherungsforen Leipzig

Der Einsatz neuer Sensorentechnologien in Privathaushalten wird Schäden durch austretendes Leitungswasser oder Einbruchdieb-stahl verringern oder ganz verhindern. Moderne Methoden der Schadenerfassung, wie zum Beispiel über moderne Smartphone-Kameras oder Drohnen, werden die Kosten und die Dauer der Schadenregulierung in komplexen Schadenfällen senken. Gemeinsam mit Datenspezialisten werden Versicherer beginnen, ihre seit Jahren brachliegenden Schätze an gesammelten Schadendaten zu nutzen. Basierend auf Erfahrungswerten der Vergangenheit und Methoden der künstlichen Intelligenz erhält der Sachbearbeiter automatisch Regulierungsempfehlungen. Somit können Regulierungszusagen innerhalb von Sekunden gegeben und die gesamte Schadenbearbeitungszeit deutlich verkürzt werden.Sofern beide Aspekte zusammenspielen (Sensoren und Daten) wird der Versicherer im Idealfall vom Schadenbeseitiger zum Schadenverhinderer. Er zeigt individuelle Risiken an und gibt Verhaltensempfehlungen zur Vermeidung des Schadens und während des Schadeneintritts. Große Bedeutung wird dies insbesondere für den wachsenden Markt von Cyberpolicen haben.

Wie könnte man mit dem Themenkomplex ‚neue Marktteilnehmer‘ umgehen, sodass man zukünftigen Markterfolg nicht riskiert?

Robert Rieckhoff, Head of Operations New Players Network (Versicherungsforen Leipzig): Welche Rolle genau InsurTechs in der Assekuranz spielen werden, darüber lässt sich nur spekulieren. Wir sind uns aber sicher, dass InsurTechs, bzw. auch andere neue Marktteilnehmer (also z. B. Start-ups, die keinen dezidierten Fokus auf die Versicherungsbranche haben, oder auch die großen Digitalunternehmen/GAFA sowie Player anderer Branchen) eine wichtige Rolle spielen werden. Start-ups können dabei vieles sein/werden, z. B. Technologielieferanten und -katalysatoren, Partner in einem bestimmten Ökosystem, Triebfeder für Innovationen, aber auch Investitionsobjekte, die hohe Renditen versprechen und zu Zeiten der Niedrigzinspolitik daher von Interesse werden. Schon heute haben Start-ups eine viel-schichtigere Rolle als oftmals wahrgenommen. Das gilt natürlich nicht für jedes junge Unternehmen. Es gibt viele „Copycats“ und nur überschaubar viele Start-ups, die echte Innovationen mitbringen. Es gibt aber auch viele Start-ups, die keinen speziellen Versicherungsfokus haben, schlaue Lösungen mitbringen aber noch nicht das passen-de Problem (Use Case) gefunden haben. Schaut man auf Digitalversicherer als InsurTechs, bringen diese spannende Ansätze mit, auch Kernprozesse zu hinterfragen und anders umzusetzen.

Robert Rieckhoff, Head of Operations New Players Network (Versicherungsforen Leipzig)

Lange Rede, kurzer Sinn: Neue Marktteilnehmer werden zukünftig in der Versicherungsbranche eine wesentliche Rolle spielen. Wie diese genau aussieht, wird von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich sein. Fest steht, dass Versicherer sich positionieren, bzw. eine Strategie definieren müssen, wie man den neuen Marktteilnehmern gegenübertritt. Diese Positionierung und strategische Ausrichtung sollten regelmäßig hinterfragt und ggf. angepasst werden. Dazu ist natürlich unabdingbar, sich gezielt mit den Entwicklungen des Marktes auseinanderzusetzen. Dies benötigt Zeit, Kapazität und ein wenig Wissen, wobei wir als Versicherungsforen Leipzig mit dem New Players Network natürlich gern unterstützen. 

Die Versicherungsforen haben auch eine Kooperation mit dem Insurance Innovation Lab? Inwieweit unterstützt dieser Innovationshub Versicherer, die eigene Perspektive zu verändern und zukunftssicher am Markt zu agieren? Gibt es bereits Erfolgsgeschichten, die weitererzählt werden können? 

Justus Lücke, Geschäftsführer Versicherungsforen Leipzig: Versicherungsunternehmen haben häufig Probleme, die Kunden- und Stakeholdersicht bei ihrer Produktentwicklung und Prozessoptimierung sowie bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle u integrieren. Externe Innovationseinheiten wie das Insurance Innovation Lab können bei dieser Aufgabe unterstützen, indem sie verschiedene Perspektiven in die Entwicklung einfließen lassen.Bisher ist der Produktentwicklungsprozess in Versicherungen insbesondere auf den Wettbewerb und die Anforderungen des Vertriebs ausgerichtet.

Justus Lücke, Geschäftsführer Versicherungsforen Leipzig

Die Optimierung der Prozesse, auch im Schadenmanagement, wird ebenfalls zumeist mit einem Fokus auf die Optimierung der internen Effizienz vorangetrieben. Die Fokussierung nach innen führt zu einem eingeschränkten Problemverständnis und folglich oft zu Lösungen mit geringem Differenzierungspotenzial gegenüber dem Wettbewerb. Daher ist es sinnvoll, gerade die bislang vernachlässigten Stakeholder, wie z.B. Kunden, in aktiver Form in die Gestaltung einer Lösung einzubinden. Während die Fachexperten aus dem Versicherungsunternehmen in diesem Vorgehen Lösungswissen in Form von Detailwissen über Prozesse und Produkte einbringen, tragen Kunden vornehmlich Wissen über ihre Bedürfnisse und Wünsche bei.

Dr. Hagen Habicht, Geschäftsführer Digital Impact Labs Leipzig: Das Insurance Innovation Lab ist ein gemeinsames Produkt der Digital Impact Labs Leipzig und der Versicherungsforen Leipzig. Der Wert dieser Kooperation für unsere Kunden besteht in der Kombination unserer Expertisen in den Bereichen Open Innovation und Assekuranz.  Die gemeinsame Arbeit hat schon in einer ganzen Reihe von Veranstaltungen, wie z. B. unseren Innovationswerkstätten und nutzerzentrierten Entwicklungsprojekten, hervorragend funktioniert. Dabei haben wir mittlerweile ein Spektrum an Versicherungsdomänen bearbeitet, so z.B. neue Produkte zur Arbeitskraftabsicherung (mit der Basler Lebensversicherung), eine All-in-One-Plattform für Cyber-Themen (mit der VHV Versicherungen) und ein situatives Rechtsschutzprodukt (mit der Roland RS).

Dr. Hagen Habicht, Geschäftsführer Digital Impact Labs Leipzig

Eine Herausforderung, vor der wir immer wieder stehen, sind unsere auf ein agiles Vorgehen wenig vorbereiteten Kunden. Versicherer haben in der Regel wenig Erfahrung mit professionellen Innovationswerkzeugen und agilem Arbeiten. Aus diesem Grund unterstützen wir Versicherer auch bei der systematischen Entwicklung ihrer Innovationsfähigkeit. Dazu gehören die Gestaltung und Implementierung einer Innovationsstrategie und –kommunikation, eines transparenten und leicht steuerbaren Innovationsprozesses sowie entsprechender Rollen und Verantwortlichkeiten. In Kombination unterstützen diese Maßnahmen die nachhaltige Transformation unserer Kunden.

Interessante Links:

Digital Impact Labs

Versicherungsforen Leipzig 

Trends im Fokus: faircheck beim Messekongress Schadenmanagement&Assistance 2019 in Leipzig

Vernetzung und Digitalisierung führen zu weitgehenden Veränderungen im Alltag. Für die Versicherer gilt es, diese im Schadenmanagement nutzbringend einzusetzen, denn die Trends, die auch faircheck laufend in das eigene Geschäftsmodell integriert, sind in der Branche noch nicht überall angekommen. Beim 11. Messekongress „Schadenmanagement&Assistance“ der Versicherungsforen Leipzig diskutierten Versicherer Dienstleister, Schadenexperten und Gutachter über Innovationen und aktuelle Herausforderungen und konnten durch Keynotes tiefer in einzelne Themen eintauchen.

Bereits zum elften Mal fand am 10. und 11. April 2018 der Messekongress „Schadenmanagement & Assistance“ der Versicherungsforen Leipzig statt. Über 1.300 Teilnehmer trafen sich in diesem Jahr in Leipzig. faircheck war gemeinsam mit einer Delegation von 50 Teilnehmern von österreichischen Versicherern vor Ort. Die Österreicher wurden bei der Eröffnung sogar separat begrüßt.  Zwei Tage lang setzten sich Versicherer, Schadenexperten, Assisteure, Reha-Dienstleister, Gutachter und Sachverständige im Congress Center Leipzig dazu mit Fragestellungen aus den Bereichen Digitalisierung & Prozesse, Mobilität, Sachversicherung, Personenschadenmanagement, Schadenstrategie, Recht und Cyber auseinander. Erstmalig gab es in diesem Jahr auch einen dedizierten Vortragspfad für das Thema künstliche Intelligenz.

Peter Winkler mit Eva Kasper und Oliver Fink unterwegs zum Schadenkongress.

In über 20 Fachforen präsentierten Experten ihre Lö- sungen zu branchenrelevanten Fragen und zeigten Trends auf, die zukünftig für die Versicherungswirtschaft von Interesse sind.Zum zweiten Mal wurde auf dem Messekongress „Schadenmanagement & Assistance“ zudem der Claims Rockstar Award des NewPlayers Network vergeben. Gegen die Konkurrenz setzte sich Shift Technology durch, die mit ihrem Angebot, künstliche Intelligenz in der Betrugsidentifikation und Schadenfallabwicklung einzusetzen, die Fachjury und die Veranstaltungsteilnehmer überzeug- ten.

Die Keynote-Vorträge des Messekongresses kamen in diesem Jahr von Ulrich Rieger (Generali Deutschland), Sascha Herwig (ELEMENT Insurance) und Götz Schartner (professioneller Hacker/8com). Sascha Herwig stellte in seiner Keynote ein neues Geschäftsmodell innerhalb der Versicherungswirtschaft vor. Als einer der ersten Digitalversicherer mit BaFin-Lizenz hat ELEMENT sich die Frage gestellt, wie neue Begrifflichkeiten wie z. B. Digitalisierung das Geschäftsmodell von Versicherungen beeinflussen. Die Keynote von Götz Schartner beleuchtete das Thema Schaden noch einmal von einer anderen Seite. Er zeigte einige einfache Hacking-Methoden und betonte die Relevanz von Cyber-Versicherungen.

Die fairchecker trifft Geschäftsführer Dr. Hagen Habicht am kreativen Stand der Digital Impact Labs.

faircheck war vertreten durch CEO Dr. Peter Winkler sowie Eva Kasper, Leiterin Projekte und Innovationen und Oliver Fink, Leiter des operativen Geschäftes vor Ort. Resümee von Peter Winkler zu den zwei intensiven Tagen:

„Wenn ein guter IT-Dienstleister, wie Michael Rodenberg von Eucon zu mir sagt, dass man nicht alles mit IT lösen kann und Dienstleister und Versicherer enger zusammenarbeiten sollten, dann macht das schon Sinn. Man sieht gerade am deutschen Dienstleister-Markt, dass dieser sich durch Konzentration neu ordnet.“

Einmal mehr zeigte der Messekongress „Schadenmanagement & Assistance“, dass es viel Diskussions- aber auch Handlungsbedarf – sowohl zu neuen als auch zu altbekannten Themen der Branche – gibt. Auch im kommenden Jahr bieten die Versicherungsforen Leipzig daher Gelegenheit zum Austausch. Der 12. Messekongress „Schadenmanagement und Assistance“ findet am 26. und 27. März 2019 in Leipzig statt.

Die aktuellen Produkte und Dienstleistungen von faircheck finden Sie ebenso auf unserer Website wie die Neurungen und Innovationen aus unserem Haus.

Wenn Sie Fragen haben oder mit uns die Trends diskutieren möchten, dann melden Sie sich gerne bei uns. Mit faircheck Consulting nutzen Sie außerdem unsere Branchen-Expertise und Ressourcen für innovative Ergebnisse. 

faircheck präsentiert Claims Cost Database aus Big-Data-Projekt

Wie hoch ist die durchschnittliche Schadenhöhe bei einem Leitungswasserschaden in Tirol, in Wien oder in einem anderen Bundesland? Was kosten Handwerker bzw. Sanierer zur Wiederherstellung in einer bestimmten Region in Österreich? Wie hoch sind die Sturmschäden in einzelnen Bundesländern in einem bestimmten Zeitraum? Diese und weitere Fälle können durch Big Data Claims Cost von faircheck beantwortet werden.

Die Basis bilden aggregierte und pseudonymisierte Kalkulationsdaten von faircheck nach Schadenart. Eine Karte auf Gemeindeebene zeigt durchschnittliche Schadenhöhe bzw. die Anzahl der abgewickelten Schäden. Weiters ist es möglich, die Streuung der Schadenhöhen nach den einzelnen Schadenarten abzubilden. In welchem Kostenbereich liegen 50 Prozent aller Schäden der Art Einbruch, Leitungswasser & Co und wo sind die Ausreißer? Die einzelnen Schadenarten samt Schadenhöhen und die Verteilung nach Bundesländern, Sanierern, etc. können übersichtlich dargestellt werden.

Besser planen, besser entscheiden, besser steuern

Seit Unternehmensgründung 2005 liegen bei faircheck Preisdaten aus 140.000 Gutachten zu den Schaden-Kalkulationen österreichweit vor, die von faircheck-Schadenregulierer und den erhaltenen Kostenvoranschlägen stammen. In den letzten 8 Jahren wurden die Daten systematisiert und anschließend in eine Applikation übernommen. 2018 wurde das Projekt „Big Data Claims Cost“ gestartet und konnte nach einer Projektlaufzeit von zwei Monaten abgeschlossen werden.

Die Daten können Versicherer, Hausverwaltungen und andere große Organisationen mit eigenen Daten koppeln oder für sich betrachten. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielseitig. Nachfolgend sind einige Beispiele aufgezählt:
– Informationen über den Schadenbedarf erfahren
– Informationen zu Handwerkerpreisen erhalten
– Daten, wie zum Beispiel Handwerkerpreise nach Bundesländern plausibilisieren
– Evaluierung einer Schadenbedarfsstatistik durchführen
– Überprüfung des eigenen Versicherungsportefeuilles vollziehen
– Überprüfung der Qualität von Gutachtern und Handwerkern durchführen

In Zukunft mehr Detaildaten

Die Kalkulations- und Schadendaten werden laufend aktualisiert und angepasst. Die Entwicklung der Preissituation wird dadurch ebenso abgebildet. Dr. Eva Kasper, Leiterin Projekte und Innovationen bei faircheck: „Zukünftig planen wir die Daten in den Gewerken zu vertiefen.“ Die derzeitigen Herausforderungen sind die fehlenden Standards bei Kostenvoranschlagspositionen bzw. mangelnde Branchenrichtlinien für die Angebotslegung bei den Professionisten.

Sie möchten sich von der Claims Cost Database selbst überzeugen? Fragen Sie gleich an und wir vereinbaren einen Termin mit Ihnen.

Über faircheck
Neben Zürich, UNIQA, VAV, Helvetia oder Wüstenrot Versicherung vertrauen viele Versicherer aus ganz Österreich und Südtirol auf den 2005 gegründeten Schadendienstleistungs- und Begutachtungsspezialisten faircheck. Vor Ort schnell und nah am Schaden, dies bietet faircheck den Versicherungen in den Sparten KFZ, Sach- und Haftpflicht, aber auch im Bereich Schifffahrt. Mit dem 2017 eingeführten Kundenprozess bleiben Versicherung, Versicherungsnehmer und -betreuer über den Status der Schadenbesichtigung per fairApp oder Desktopversion informiert. SchadenreguliererInnen von faircheck sind Experten der Bau- und Versicherungstechnik und werden durch innovative faircheck-Tools bei der Begutachtung unterstützt. 2016, 2011 und 2010 erzielte faircheck Top-Platzierungen bei Austrias Leading Companies. 2018 wurde faircheck von Quality Austria und EFQM mit „Recognised for Excellence 5 Star – 2018“ ausgezeichnet und in die Liste „Exzellente Unternehmen Österreichs 2018“ ausgezeichnet.

Link zur offiziellen Presseaussendung.