faircheck vermittelt: Wieder Elektrogeräte für bbrz in Graz

WEITERfairWERTUNG von Wirtschaftsgütern: Noch funktionstüchtige PCs und Laptops konnten wieder der Sozialeinrichtung bbrz übergeben werden. Das Elektropartnerunternehmen von faircheck – Jackl & Riessner – lieferte Anfang Oktober 26 Laptops und 34 PCs aus Schadenfällen nach Graz.

Laut Europäischer Kommission wird der Elektromüll bis 2020 von 9 Millionen im Jahr 2005 auf jährlich ungefähr 12 Millionen Tonnen ansteigen. Unterschiedliche Initiativen haben sich dem Ziel verschrieben, die Entsorgung bzw. Verwertung von defekten oder alten Geräten nachhaltiger zu gestalten. Darunter auch das Projekt von faircheck, das den Namen „Weiterfairwertung von Wirtschaftsgütern“ trägt und österreichweit aktiv ist.

Bei faircheck gehört der Blick über den Tellerrand seit jeher dazu. Bereits seit Unternehmensgründung werden Initiativen gesetzt, um das Thema Nachhaltigkeit nicht nur in das eigene tagtägliche unternehmerische Handeln zu integrieren, sondern auch in jenes der Partner und Auftraggeber. An die Sozialeinrichtung bbrz liefert faircheck gemeinsam mit dem niederösterreichischen Kooperationspartner Jackl & Riessner Elektrotechnik GmbH, mehrmals pro Jahr, gering beschädigte PCs und Laptops. Die datenbereinigten und noch funktionstüchtigen Geräte aus Schadenfällen in ganz Österreich werden durch kleine Reparaturen wieder dem Wirtschaftskreislauf zugeführt. In einem Schulungsprogramm werden diese von Langzeitarbeitslosen gereinigt, repariert und wieder in Betrieb gesetzt. Anfang Oktober 2019 konnten wieder 60 Geräte an das bbrz in Graz geliefert werden. Das bbrz freute sich sehr über die Lieferung. Nach der Reparatur werden die Geräte an sozial bedürftige Menschen zur weiteren Nutzung übergeben.

Social Return On Investment: Warum ein Euro in der Kooperation mit SOMA Österreich den 8,5fachen Mehrwert schafft

SOMA Österreich ist der Hauptpartner von faircheck für das Projekt WEITERfairWERTUNG bei nicht mehr verkäuflicher Schadenware. Das wichtigste Ergebnis aus einer aktuellen Studie zeigt, dass € 1 Investment in SOMA Österreich & Partner – egal ob in Form von Ware, freiwilliger Mitarbeit, Geldspende oder sonstiger Unterstützung – einen sozialen Mehrwert von € 8,5 schafft.

Vor Kurzem erreichte uns die Studie zum geschaffenen gesellschaftlichen Mehrwert, der eine Kooperation mit SOMA Österreich & Partner mit sich bringt. Das Kompetenzzentrum für Nonprofit-Organisationen und Social Entrepreneurship der Wirtschaftsuniversität Wien ist von SOMA Österreich & Partner zur Analyse beauftragt worden. Das Ergebnis der Studie wurde unter dem Titel „Der gesellschaftliche Mehrwert von Sozialmärkten von SOMA Österreich und Partner mittels SROI Analyse“ veröffentlicht.

Konkret ergibt  € 1 in SOMA Österreich & Partner investiert, € 8,5 in sozialem Mehrwert.

Das Ergebnis der Studie zeigt laut Dr. Schober, Leiter des Kompetenzzentrums für Nonprofit-Organisationen und Social Entrepreneurship der Wirtschaftsuniversität Wien, einen generell hohen Wert, welchen er bisher noch nicht in ähnlich gelagerten sozialen Organisationen gefunden hat. So hat beispielsweise die letzte Weiterverwertung von faircheck in Kooperation mit Helvetia Versicherungen AG als Spenderin, aus dem Schadenfall mit 20 Schultaschen, mit einem Nettogesamtwert von pauschal € 1.000, einen sozialen Mehrwert von € 8.500 erzeugt! Danke an dieser Stelle an Schadenregulierer Thomas Leitner für die Initiative!

2016 konnten wir gemeinsam mit der Helvetia Versicherungen AG hochwertige Textilien wie Bademäntel für Erwachsene und Kinder, Handtücher in diversen Größen und Polo Shirts an SOMA weitervermitteln. Kurz darauf hatte faircheck die Möglichkeit, eine Übergabe von 60 Paar orthopädischen Schuhen für Kinder an die SOMA Österreich & Partner zu organisieren. Spenderin war in diesem Fall die Zürich Versicherungs-AG.

Gemeinsam gesellschaftlichen Mehrwert schaffen

Vor 20 Jahren kam die Idee der Sozialmärkte nach Österreich. Die Trägerorganisation SOMA Österreich & Partner betreibt landesweit 37 Märkte, die Überschusswaren aus Handel und Industrie sammeln und zu „symbolischen“ Preisen an Menschen mit geringem Einkommen weitergeben. Im Jahr 2018 beläuft sich der geschaffene gesellschaftliche Mehrwert auf € 95,5 Mio. 

In Zeiten wo Themen wie Klimaschutz und Nachhaltigkeit immer wichtiger werden und seit Kurzem auch ein Gesetz zur verpflichtenden Weitergabe von Lebensmitteln in Diskussion ist, eine große Hilfe bei der Argumentation des Tuns im Bereich Corporate Social Responsibility. Bei faircheck hat das Projekt „WEITERfairWERTUNG von Wirtschaftsgütern“ weiterhin einen hohen Stellenwert und wir freuen uns auf wertvolle Kooperationen mit der Versicherungen und anderen Organisationen, die bewusst gemeinsam mit uns das Thema voranbringen möchten und erkennen, welchen Gewinn dies für das Unternehmen bedeutet.

Hier können Sie die Studie downloaden.

Mehr zu fair mit CSR erfahren.

 

fairVEX: Die Videobegutachtungsapp zur Schadenbesichtigung bei faircheck

VEX ist seit 2015 als Videobegutachtungsapp bei faircheck im Einsatz. Aktuell erhält VEX für den Einsatz im Begutachtungsumfeld von faircheck mit dem Namen fairVEX ein neues Branding. Eva Kasper, Leiterin Projekte und Innovationen bei faircheck, über die Hintergründe: „Eine klare Markenstrategie war uns wichtig. Mit der Namensgebung fairVEX können wir sicherstellen, dass die Versicherungsnehmer bzw. die Kunden, die zur Videobesichtigung durch den zuständigen faircheck Schadenregulierer notwendige App in den Stores erkennen.“

Bereits im vergangenen Jahr präsentierte sich die professionelle Videobegutachtungsapp VEX des Innovationsunternehmen PEAN GmbH im neuen Look and Feel. VEX wird bereits jahrelang im Versicherungsbereich u.a. von faircheck genutzt, um eine Vor-Ort-Begutachtung mittels Livestream durch den zuständigen Sachverständigen bzw. Schadenregulierer durchzuführen ohne, dass ein persönlicher Vor-Ort-Termin notwendig wird. Der Versicherungsnehmer oder Handwerker übermittelt dafür per Smartphone, die für die Schadenbegutachtung notwendigen Informationen via App per Bild und Video an den Schadenregulierer, der zeitgleich am Desktop über das VEX-Portal Bildmaterial und Videostream zum Schaden speichern kann. Peter Winkler, CEO faircheck: „Wir nutzen nicht nur das Service VEX aus dem Haus der PEAN GmbH, sondern ebenso die Tools zur Vor-Ort-Schadenkalkulation für die Begutachtungsexperten und zur Schadenstatusmeldung an die Schadensachbearbeiter, Kundenbetreuer und Versicherungsnehmer.“

Mehr über VEX und die PEAN GmbH lesen Sie in der aktuellen Presseaussendung oder finden Sie am VEX-Portal, wo Sie auch einen Testzugang anfordern können.

Die Zukunft geht in Richtung WebApp

fairVEX ist bereit für den neuen Nutzungsweg, der von der herkömmlichen App über zu einer On-Demand verfügbaren WebApp geht. Die technischen Voraussetzungen sind bereits gegeben. Dr. Eva Kasper: „Der Nutzer spürt durch die WebApp Erleichterungen, da dieser keine App herunterladen und so auch keine Passwörter für die App Stores mehr bereithalten muss. Er kann den direkten Weg in die Anwendung gehen.“

fairVEX App zum Download in den App Stores

Alle Funktionen von fairVEX auf einem Blick:

* Einfach & schnell für den Kunden – mit wenigen Klicks zum Livestream auf der Smartphoneapp mit dem Sachverständigen bzw. Schadenregulierer via VEX-Portal!
* Anonym – Verbindungsaufbau erfolgt mittels Session-ID per SMS und E-Mail!
* Mit Video und Foto dokumentieren – Videolivestream und Fotos zur Besichtigung können in der Anwendung zum Schaden gespeichert werden!
* Datenschutz 2.0 – der hohe Datenschutzstandard wird laufend weiterentwickelt!
* Sprach- und Chatkommunikation – Notizen wie beispielsweise Seriennummern kann vom Versicherungsnehmer bequem per Chat eingegeben werden!
* Pointer – genau das zeigen, was man sehen will!
* Flashlight – dunkle Stellen ausleuchten!

fairVEX ist kompatibel mit iOS 13 und steht ab sofort im iTunes sowie im Google Play Store für alle Versicherungsnehmer der faircheck Kunden kostenlos zum Download zur Verfügung.

Mehr zu VEX.

Link zur aktuellen Presseaussendung.

Wenn Sport süchtig macht: Schadenregulierer David Steinbock im Interview

Von 0 auf 100 in weniger als 12 Monaten. Schadenregulierer David Steinbock machte 2018 Sport zum fixen Bestandteil seines Lebens und absolvierte noch im selben Jahr zwei Triathlons.

Wie alles angefangen hat und welche Auswirkungen die sportlichen Erfolge auf seine Arbeit als Schadenregulierer haben, erzählt er im Interview. 

Du hast vor nicht allzu langer Zeit Red Bull und Zigaretten gegen Sport getauscht. Kann man das so sagen oder wie war es genau?

David Steinbock: Es gab mehrere Auslöser für den Prozess. Zu allererst wollte ich mit dem Rauchen aufhören. Mein Vater ist an Lungenkrebs gestorben und ich habe ihm das versprochen. Zweitens hatte ich ein paar Kilo zu viel. Drittens konnte ich mich noch gut an den motivierenden Vortrag von Wolfgang Fasching bei der KONfairENZ erinnern und an Schadenregulierer-Kollege Daniel Bilgeri, der daraufhin die Seven Summits gemacht hat. Da dachte ich mir, da muss doch auch bei mir etwas gehen. Übrigens: Ganz abstinent bin ich gegenüber Red Bull nicht geworden, denn es verleiht ja bekanntlich Flügel. Ich habe nur die Menge deutlich reduziert (lacht).

Deinen ersten Triathlon hast du im August 2018 in Pöttsching absolviert. Danach folgte der Triathlon in Ternitz. Erzähl uns ein bisschen darüber, wie du süchtig geworden bist.

Es geht relativ rasch, wenn man den inneren Schweinhund in den Griff bekommt. Das schafft man nach den ersten zwei bis drei Wochen. Beim Laufen sieht man relativ schnell, dass etwas weitergeht. Das hat mich angetrieben. Plötzlich wird das Training zum Selbstläufer. Im Grunde bin ich nicht süchtig nach Sport. Ich bin in der Zwischenzeit süchtig nach dem Gefühl des Auspowerns bzw. der Zielerreichung. Du schaffst plötzlich etwas, von dem du früher nicht geglaubt hast, dass du es erreichen kannst. Dieses Gefühl, das Adrenalin, macht mich süchtig und motiviert mich.

Wie wichtig sind Ziele und mentale Stärke?

Ich brauche immer das Ziel vor Augen. Ohne Ziele geht gar nichts. Ich habe mir nie vorstellen können, dass ich einen Triathlon bei 36 Grad absolvieren kann. Alles geht. Jetzt trainiere ich beispielsweise für den Wien Marathon. Einen Marathon läufst du im Training nicht. Hier entscheidet die Perspektive: Im Endeffekt muss man ja nur 43 x 1 km rennen – mehr ist es nicht. Der Ironman soll dann demnächst folgen.

Für die Zielerreichung entscheidet die Perspektive.

Wie bist du an dein erstes Training für den Triathlon herangegangen?

Wenn man googelt, bekommt man erste Hinweise. Mit der Zeit taucht man mit Zeitschriften, Büchern, etc. tiefer in die Materie ein. Außerdem habe ich einen Freund, der bereits den Ironman gemacht hat und von dem ich viele Tipps bekommen habe. Es sind oft die Kleinigkeiten, auf die es ankommt. Das Triathlon-Training selbst ist Gewohnheitssache. Im Wettkampf kann man zusätzlich auf das Adrenalin zählen, das einen puscht.

Du hast als Schadenregulierer eine abwechslungsreiche und intensive Arbeit. Wie integrierst du Sport?

Sport musst du fix einplanen. Ich habe das in meinem Terminkalender drinnen, genauso wie einen Besichtigungstermin. Beispielsweise hatte ich heute morgen Büroarbeit und am Nachmittag drei Besichtigungen. Um Punkt 10 Uhr bin ich laufen gegangen. Es ist nicht immer leicht, aber es funktioniert, wenn das Training fixer Bestandteil im Tagesablauf ist.

Hast du drei Tipps für alle, die mit Sport beginnen möchten?

Von einem Triathlon zum anderen. Auch 2019 hat David Steinbock bereits einige Wettbewerbe hinter sich. Aktuell wird für den Ironman 2020 trainiert.

1. Nicht immer sofort zum Arzt rennen, wenn etwas wehtut. Ich hatte zu Beginn starke Knieschmerzen. Mein Arzt hat mir gesagt: „Nicht aufhören, sondern weitermachen!“

2. Auf sich selbst schauen und im eigenen Tempo trainieren. Das ist besonders am Anfang wichtig.

3. Sich mit Gleichgesinnten zum Austausch zusammenschließen. Ich habe eine WhatsApp-Gruppe mit Freunden gegründet, die auch trainieren und wir posten unsere Trainingsergebnisse. Das spornt an und hilft den eigenen Schweinehund zu kontrollieren und zu drillen.

Wie gehst du mit Rückschlägen um?

Rückschläge und Schmerzen gehören dazu. Es wird immer Verletzungen geben, wenn man Sport macht. Diese muss man hinnehmen und dann weitermachen. Ich hatte zuletzt irrsinnige Rückenschmerzen. Mittlerweile mache ich mehr Muskeltraining, was hilft.

Rückschläge gehören einfach dazu.

Inwieweit unterstützt dich der Sport bei deiner Arbeit als Schadenregulierer?

Beim Ausdauersport hat man viel Zeit zum Nachdenken. Während des Laufens kannst du dir über Fälle Gedanken machen und gewinnst einen notwendigen Abstand. Danach bist du gestärkt und du siehst den Fall aus einem anderen Blickwinkel, was zu mehr Qualität der Arbeit führen kann.

Nach dem Sport siehst du auch Berufliches plötzlich anders.

Bist du auch beruflich als Schadenregulierer erfolgreicher?

Die Arbeitsmenge in der Schadenregulierung ist in Bezug auf die Aufträge dieselbe geblieben, aber es geht einfach besser. Wenn es einem allgemein besser geht, dann geht alles besser. Du hast mehr Motivation. 2019 möchte ich beispielsweise Spezialseminare machen, um mich in bestimmten Fachbereichen weiter zu verbessern. 2020 steht wieder eine Rezertifizierung für den europäischen Sachverständigen an.

Danke für das Interview.

Wenn ein Schadenfall noch etwas Positives bereithält: Versicherungsnehmer gewinnt durch Feedback Upcycling-Tasche

Feedback ist uns wichtig und dient der Qualitätssicherung. faircheck-Schadenregulierer begutachten und regulieren vor Ort beim Versicherungsnehmer den eingetretenen Schaden. Sie sind oft die erste persönliche Ansprechperson im Prozess der Schadenwiederherstellung. Ein Feedback ist im Anschluss online und offline möglich. Unter allen Feedback-Gebern wurde nun eine Upcycling-Tasche von heidenspass verlost. Der Gewinner kommt aus Oberösterreich. 

Steht die Küche unter Wasser, regnet es durch das Dach oder ist nach Sturm und Hagel das halbe Anwesen verwüstet, möchte man meist nichts anderes, als den Schaden so schnell wie möglich wieder behoben sehen. faircheck-Schadenregulierer kümmern sich um die Begutachtung und die Problemlösung zur Wiederherstellung nach einem Schadenfall.

Herr Daurer gewinnt die Upcycling-Tasche von faircheck, die ihm vom zuständigen Schadenregulierer Josef Steiner-Dorsch übergeben wird. In Händen hält er außerdem die aktuelle Ausgabe des hauseigenen Magazins fairmedia.

Zuckerl trotz Schadenfall

Alle VersicherungsnehmerInnen, bei denen der eingetretene Schadenfall von faircheck-Schadenregulierern begutachtet wurde, hatten im Juni und Juli die Möglichkeit, bei der Verlosung eine Upcyling-Tasche mitzumachen. In der Ziehung per Zufallsauswahl wurde Herr Gerhard Daurer ermittelt werden. Der zuständige faircheck-Schadenregulierer Josef Steiner-Dorsch konnte die Tasche persönlich übergeben. Dafür musste lediglich ein Feedback zur Zufriedenheit mit der Abwicklung des Schadenfalls durch faircheck abgegeben werden. Peter Winkler, CEO faircheck: „Bei faircheck legen wir einen hohen Wert auf Qualitätssicherung und Kundenzentrierung bei der Schadenabwicklung. Durch Feedback wird eine Steuerung möglich.“ Neben VersicherungsnehmerInnen werden auch regelmäßig Schadensachbearbeiter der Versicherungen um Feedback gebeten. –> Mehr dazu

Eine Tasche voller Geschichten

Die Upcycling-Tasche von faircheck wurde in einem Projekt gemeinsam mit heidenspass aus Graz gefertigt. Materialien, die in die Tasche eingearbeitet wurden, haben bereits ein Produktleben hinter sich. Gefüttert ist die Tasche mit Markisenstoff, der aus einem Schadenfall in Wien stammt.

Mehr über die faircheck-Schadenregulierer erfahren.

faircheck initiiert und organisiert Spende von 20 Schultaschen an Sozialmärkte Österreich

Rechtzeitig vor Schulbeginn konnte faircheck die Weitergabe von neuwertigen Schultaschen aus einem Schadenfall anregen und organisieren. Die zwanzig Schultaschen erhielt der Sozialmarkt Neubau vom Wiener Hilfswerk. Zugute kommt die Ware finanzschwachen Familien in Österreich. Spender ist Helvetia Versicherungen AG.

Nach einem Schadenfall in Brixlegg in Tirol überließ der zuständige Versicherer, die Helvetia Versicherungen AG, SOMA Österreich & Partner 20 Schultaschen. Thomas Leitner, Schadenregulierer der faircheck Schadenservice GmbH und zuständiger Schadensbegutachter, konnte die Weiterverwertung der einwandfreien Schultaschen initiieren: „Bei jedem Schadenfall, den ich begutachte, habe ich die Möglichkeit der karitativen Verwertung im Hinterkopf. Die Hauptsache war in diesem Fall, dass die Schultaschen weitergegeben werden konnten.“ Das Dienstleistungsunternehmen faircheck organisierte die Übergabe der Ware zur karitativen Weiterverwertung nach der Freigabe der Ware durch die zuständige Versicherung.

Ein guter Schulstart

Die vor Schulbeginn sehr wertvolle Spende geht an SOMA Neubau vom Wiener Hilfswerk, die sich sehr über die Ware freuen.
Sandra Simonis ist zuständig für die Zentrallogistik von SOMA Österreich und konnte die Abholung der Ware in Brixlegg organisieren. Sandra Simonis und VertreterInnen von SOMA Neubau sind allen Beteiligten im Weiterverwertungsprozess sehr dankbar: „Der Schulbeginn ist nicht mehr weit. Wir freuen uns einige unserer hilfsbedürftigen Familien, mit diesen tollen Schultaschen, zum supergünstigen SOMA-Preis, ausstatten zu können.“

Das Projekt Weiterfairwertung von Wirtschaftsgütern läuft bei faircheck bereits über 10 Jahre. Von der Pferdedecke bis zum Bademantel konnten bereits die unterschiedlichsten Waren an karitative Einrichtungen weitergegeben werden. Peter Winkler, Geschäftsführer der faircheck Schadenservice GmbH: „Immer wieder schön zu sehen, wenn ein Projekt mit Hilfe vieler Menschen unternehmensübergreifend zum Erfolg führt!“

Link zur offiziellen Presseaussendung via pressetext.

VersicherungsJournal berichtete.

risControl berichtete. 

Allianz-Chef Rémi Vrignaud und Peter Winkler im Interview: Warum der Kunde im Schadenprozess in den Fokus rückt

Der Schadenprozess ist im Wandel. Die Kundenperspektive im Fokus. Im Interview zum Thema diskutieren Vorstandsvorsitzender Rémi Vrignaud der Allianz Österreich und Peter Winkler, CEO faircheck.

Rémi Vrignaud, bei der Allianz begann Ihre Karriere 2001. Seit 2017 sind Sie Vorstandsvorsitzender in den österreichischen Allianz Versicherungsgesellschaften. Welche besonderen Erfahrungen haben Sie in dieser Zeit gemacht?

Rémi Vrignaud: Als ich im Jahr 2001 als Assistent des damaligen Vorstandsvorsitzenden Wolfram Littich zur Allianz gekommen bin, befand sich das Unternehmen in einer wirtschaftlich schwierigen Situation. Seither hat es eine notwendige und zukunftsorientierte Transformation durchgemacht und sich zu einem soliden Unternehmen entwickelt. Prozesse, Portfolios, Kundenverständnis und vieles mehr wurden auf neue Beine gestellt.

Heute agieren wir aus einer Position der Stärke.
Rémi Vrignaud

Konkret wurde zum Beispiel ein innovatives IT-System aufgebaut, das heute Benchmark und Vorbild in der internationalen Allianz Gruppe ist. All diese Entwicklungen „erste Reihe fußfrei“ mitzuerleben, war sehr spannend. In unterschiedlichen Funktionen – vor allem im Bereich Schaden/Unfall – durfte ich die Allianz elf Jahre lang begleiten, bevor ich 2012 den Vorstandsvorsitz der Allianz in Rumänien übernahm und später das CEO-Office der Allianz SE leitete. Heute, zurück in der Allianz Österreich als CEO, stellen sich ähnliche zukunftsorientierte Fragen wie damals. Heute agieren wir allerdings aus einer Position der Stärke. Vieles wurde richtig aufgesetzt, die Grundsteine wurden gelegt. Darauf bauen wir auf. Nun gilt es, das Unternehmen für eine moderne, kundenorientierte Zukunft auszurichten. Dabei geht es für uns vor allem um die Steige-rung der Wettbewerbsfähigkeit und profitables Wachstum.

Peter Winkler, Sie waren bis 2002 in leitenden Positionen bei der Allianz. Die Wege zwischen Ihnen und Rémi Vrignaud haben sich für kurze Zeit gekreuzt…

Peter Winkler: Wir haben uns kennengelernt als Rémi Vrignaud 2001 zur Allianz wechselte und als Assistent des Vorstandsvorsitzenden Wolfram Littich startete. Die ersten Monate haben wir gemeinsam verbracht. Damals war ich für die Allianz Kundenservice GmbH als Geschäftsführer verantwortlich und wir haben Maßnahmen zur Optimierung der Verwaltung in die Wege geleitet.

Welche Maßnahmen wurden damals im Konkreten gesetzt?

Peter Winkler: Die gesamte Verwaltung haben wir auf einen Standort plus drei externe Standorte zusammengezogen und ein Costumer Care Center errichtet, welches prozessorientiert die Vertrags- und Schadenbearbeitung abwickelt. Der Risiken und Probleme, die es damals bei der Umsetzung gab, waren wir uns bewusst. Es war ein spannendes Projekt und der allererste Costumer Care Center Ansatz in Österreich. Im Vorfeld wurde als Grundvoraussetzung die gesamte IT-Landschaft verändert und die organisatorische Basis für die Standortzusammenlegung geschaffen.

Es war ein spannendes Projekt und der allererste Costumer Care Center Ansatz in Österreich.
Peter Winkler

Wie haben sich die Ergebnisse nach dem Aufbau des Costumer Care Centers entwickelt?

Rémi Vrignaud: Peter Winkler war Geschäftsführer des neu ge-gründeten Allianz Kundenservice, in dem die wohl bisher stärks-te Transformation vollzogen wurde. Schaden und Vertrieb wurden prozessual voneinander getrennt und zentral aufgestellt. Gleichzeitig wurde eine Kundenfokussierung institutionalisiert und Prozes-se sowie Maßnahmen dahingehend aufgebaut. Damals wurde der Grundstein für das Allianz Kundenservice, wie wir es heute kennen, gelegt.

Damals wurde der Grundstein für das Allianz Kundenservice, wie wir es heute kennen, gelegt.
Rémi Vrignaud

Haben andere Versicherer das Konzept ähnlich übernommen?

Peter Winkler: Die Uniqa hat beispielsweise nachgezogen.

Rémi Vrignaud: Uniqa und Generali haben ähnliche Ansätze gewählt. Damals wie heute geht es um Wettbewerbsfähigkeit, wenngleich auch die Art der Implementierung von Lösungen in dieser Hinsicht viel stärker im Fokus steht. Jedes Unternehmen geht hier einen eigenen Weg. Im Großen und Ganzen ähneln sich diese dann aber doch. Denn letztendlich ist alles auf den Kunden ausgerichtet und dieser hat in der Regel dieselben Bedürfnisse, Wünsche und Ansprüche an eine Versicherung.

2018 hat die Allianz den Global Claims Review veröffentlicht, der zeigt, dass Feuerschäden im Vergleich zu Naturkatastrophen in der Versicherungswelt eine erhöhte Relevanz haben. Wie wird die zukünftige Entwicklung aussehen?

Peter Winkler: Grundsätzlich sind Naturkatastrophen weniger häufig versichert. Naturkatastrophen werden in Zukunft lokaler, aber häufiger. Ähnlich wie bereits dieses Jahr die Schneesituation Anfang 2019 in Österreich gezeigt hat, werden uns Natur-Schadenereignisse häufiger begleiten – auch medial.

Rémi Vrignaud: Auch Naturkatastrophen haben in den vergangenen Jahren verheerende Schäden verursacht. Doch die mit Abstand größte Anzahl an Versicherungsfällen weltweit meldeten Unternehmen aufgrund von technischen und menschlichen Faktoren. Häufigster Schadenauslöser waren eben Feuer und Explosion. Laut Allianz Global Claims Review würden vor allem die Feuerschadenbedingten Betriebsunterbrechungen die Schäden in die Höhe treiben. Was für den Kunden noch hinzukommt: Bei Naturkatastrophen hat er meist keinen (oder nur minimalen) Einfluss. Bei Feuerschäden hingegen sind oft die eigenen Vorkehrungen und Investitionen des Kunden in Sicherheit und Ausbildung ein großes Thema. Sicherheits- und Vorsorgebewusstsein sind hier somit ein wesentlicher Faktor.

Naturkatastrophen werden in Zukunft lokaler, aber häufiger.
Peter Winkler

Gibt es hier Chance für ein Versicherungsprodukt?

Peter Winkler: Die Versicherungswirtschaft hat den Grundstein gelegt, um eine Pflichtversicherung für Naturkatastrophen einzuführen. Die Politik hinkt hinterher. Hier gibt es aber Bemühungen Seitens des Versicherungsverbandes.

Rémi Vrignaud: Eine faire und rechtlich klare Lösung ist längst ausgearbeitet. Die Politik ist am Zug, dem Konsumenten Rechtssicherheit und eine durchgängige Versicherung anzubieten und zu ermöglichen. Stichwort Schadenregulierung.

Die Politik ist am Zug, dem Konsumenten Rechtssicherheit und eine durchgängige Versicherung anzubieten und zu ermöglichen.
Rémi Vrignaud

Peter Winkler war 15 Jahre für die Allianz Elementar Versicherungs-AG tätig.

Wie soll sich der Versicherer rüsten, um auf vermehrte Schadenereignisse, die aufgrund von Klimawandel & Co passieren, zu reagieren?

Peter Winkler: Gerade im Massenschaden ist es wichtig, dass man zusammenarbeitet. Wenn man an Dienstleister denkt, wird es wichtig sein, diese zu vernetzen, um die Ressourcen, die im Massenschadenfall benötigt werden, zu beschaffen und nicht einfach auf seine eigenen Ressourcen zurückzugreifen, die in dieser Menge gar nie vorhanden sein können. Die wesentliche Herausforderung wird die Vernetzung von Dienstleisterressourcen sein – von Digitalisierung möchte ich an dieser Stelle noch gar nicht sprechen. Im ersten Schritt geht es um die Vernetzung von Dienstleistern und Versicherungen untereinander. Beispielsweise könnte ein Dienstleister, der noch Ressourcen zur Verfügung hat, über eine Plattform gebucht werden.

Im Massenschadenfall wird die wesentliche Herausforderung die Vernetzung von Dienstleisterressourcen sein – von Digitalisierung möchte ich an dieser Stelle noch gar nicht sprechen.
Peter Winkler

Welche Maßnahmen in der Schadenregulierung sind seitens der Allianz derzeit gesetzt, um für Massenschäden gerüstet zu sein?

Rémi Vrignaud: Massenschäden an sich sind nichts Neues. Wir haben ausgezeichnete, kundenorientierte Prozesse und sind hier am besten aufgestellt. Die Zukunft liegt meiner Meinung nach in sehr objektiven, digitalen Prozessen, wo der Kunde hohe Qualität in einer sehr hohen Geschwindigkeit bekommt. Schadenregulierer spielen als verlängerter Arm des Versicherers in der Spezial-Ressourcenabdeckung, aber genauso in Fragen von Spezial-Know-how eine sehr wichtige Rolle. Gerade im Massenschaden wird es auf die „convenience“ und Leichtigkeit einer Schadenregulierung ankommen.

Gerade im Massenschaden wird es auf die „convenience“ und Leichtigkeit einer Schadenregulierung ankommen.
Rémi Vrignaud

Wie soll Ihrer Meinung nach das Kundenerlebnis im Schadenfall in Zukunft aussehen?

Peter Winkler: Es müssen ausreichend Ressourcen vorhanden sein und es muss effizient – Sichtwort Datenerfassung – gearbeitet werden. Das Kundenerlebnis muss so aussehen, dass Schadenregulierung ohne Wenn und Aber funktioniert. Wenn ich als Kunde einen Schaden erleide, dann muss die Wiederherstellung übergreifend funktionieren – egal ob Handwerker, ob Versicherer, ob Sachverständiger oder ob Restitutionsmanagement agieren. Es muss funktionieren. Nach 1 bis 2 Wochen sollte der Kunde auch nach einem Katastrophenschaden wieder „Normalzustand“ haben, ohne selbst alles organisieren zu müssen.

Rémi Vrignaud: Geschwindigkeit und Reibungslosigkeit in Kombination mit voller Transparenz, wie man es etwa von Postsendungsverfolgungen kennt, werden künftig selbstverständlich sein. Bei aller digitaler Beteiligung und Abwicklung halte ich es aber gerade im Schaden für absolut wichtig, auf den Faktor Mensch zu setzen, also „von Mensch-zu-Mensch“. Insbesondere dann, wenn der Kunde im unmittelbaren Schadenfall Hilfe und dringende Unterstützung sucht. Denn hier geht es um Emotion.

Gerade im Schaden halte ich es für absolut wichtig, auf den Faktor Mensch zu setzen, also „von Mensch-zu-Mensch“.
Rémi Vrignaud 

Wie sieht Ihre Vision 2025 aus bzw. was möchten Sie in den nächsten Jahren bewegen? Vielleicht können Sie uns einen kurzen Ausblick geben?

Rémi Vrignaud: Neben dem Zugewinn von Marktanteilen ist es unser Ziel, die Allianz für die nächsten Jahre dahingehend zu transformieren, dass unsere Kunden für ihre Prämie eine absolut moderne, unproblematische und schnelle Lösung bekommen – bei Vertragsabschluss wie auch im Schadenfall. Sie sollen schlichtweg begeistert sein: Wir wollen mehr als das bieten, was sie sich erwarten. Dazu müssen wir Kundensprache und nicht Versicherungssprache verwenden, Komplexitäten eliminieren und einfache Produkte, Prozesse und Lösungen anbieten – und zwar in einer Sprache und Art und Weise, die sich Kunden von heute erwarten. Es geht dabei in jeglicher Hinsicht um Einfachheit und Geschwindigkeit.

Vielen Dank für das Interview.

 

Aktives Schadenmanagement – Sachversicherer müssen mehr agieren….

Ein Artikel von assCompact Studie: Sachversicherer müssen Schäden aktiver angehen  bringt die Sache auf den Punkt.

Viele Versicherer geben sich damit zufrieden, die Schadennummer online bekannt zu geben.

Da gibt es eindeutig mehr, was Geld und Kundenzufriedenheit bringt!

Der faircheck-Kundenprozess ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung gewesen, wir haben die besten Erfahrungen für Kunden, Versicherer und unsere SchadenreguliererInnen gemacht.

Fast Lane als rasche Schadenerledigung wird ein neues faircheck-Produkt, sprechen Sie uns darauf an. 

Roland Wörner im Interview: Wie Fraud Risk Management Teil einer erfolgreichen Organisationsstrategie werden kann

Für die aktuelle Ausgabe von fairmedia durften wir den Pope of Fraud Risk Management, Roland Wörner, interviewen.  Im Interview erzählt er, inwieweit das Thema Verluste durch Versicherungsbetrug bei Versicherern aktuell im Fokus steht, wo die Herausforderungen bei der Implementierung in die Unternehmensstrategie liegen und welche Anforderungen dadurch an das Schaden- und Produktmanagement gestellt werden müssen.

 

Sie gelten als „Pope of Fraud Risk Management“. Wie kam es dazu?

Roland Wörner: Das habe ich mich zu Beginn selbst gefragt. (lacht) Aufgrund meines beruflichen Werdeganges und den Einstieg ins Fraud Risk Management in der Versicherungswelt habe ich mir relativ schnell einen Namen gemacht. Hinzukommen nicht nur das praktische Tun, also professionelle Betrugserkennung und Aufklärung, sondern auch meine Lehr-tätigkeit an verschiedenen Universitäten und Polizeiakademien. Dieser Mix führte dazu, dass ich plötzlich von Expertenseite so genannt wurde.

Vom Kriminalbeamten in die Versicherungsbranche. Kein üblicher Werdegang, oder?

Ich habe eine fundierte Ausbildung als Kriminalbeamter und war in den verschiedenen Königsklassen der Ermittlungen, beispielsweise in der Aufklärung von schwerer Brandstiftung, tätig. Das finden wir sehr schnell wieder im Schadenbereich des Versicherungswesens. Mitte der 90er Jahre kam es zu einem Umdenken in der Versicherungsindustrie. Das war ein Zeitpunkt, wo über Betrug noch gar nicht gesprochen werden durfte. Es gab kein Wording für die betrügerischen Handlungen von Versicherungsnehmern. Fakt ist: Betrug gibt es seit Bestehen des Versicherungswesens bis heute. Das führt dazu, dass Verluste in Milliardenhöhe entstehen, welche letztendlich von der Solidargemeinschaft der Versicherungsnehmer zu tragen sind.

Gilt Versicherungsbetrug noch als Kavaliersdelikt? Wie ist der Stand der Dinge global und in Europa?

Das Thema Kavaliersdelikt dürfte tatsächlich durch sein. Alle Versicherer sprechen darüber, dass sie einen Fokus auf Betrugserkennung, Betrugsprävention und Betrugsabwehr haben. Die Frage ist, inwieweit tatsächlich eine solche Betrugsprävention professionell und gezielt durchgeführt wird. Ich meine, dass viele Versicherer weltweit das Thema Betrug in ihre Unternehmensstrategie aufgenommen haben. Tatsächlich umgesetzt haben es nicht alle.

Stichwort Betrugsprävention: Gibt es länderspezifische Unterschiede?

Es gibt Länder, die noch nicht so darauf fokussiert waren und zu allererst darauf geschaut haben, was die anderen machen, um dann nachzuziehen.

In Österreich gibt es noch Luft nach oben.

Von meiner Erfahrung her gibt es speziell in Österreich noch Luft nach oben, insbesondere bei den Maßnahmen, die umzusetzen sind. Das beginnt beim allgemeinen Verständnis, was Betrug anbelangt, bis hin zu den bereitgestellten Ressourcen und den tatsächlich umgesetzten Maßnahmen.

Welche Aufgaben stellt das Fraud Risk Management an den Versicherer und seinen Vertrieb?

Die Grundvoraussetzung ist ein glaub-würdiges und funktionierendes Betrugs-management. Jedes Versicherungsunternehmen hat eine Inhouse Policy zu vertreten, in der steht: „Betrug, Zero Toleranz.“ Nur dann kann der Versicherer dem ehrlichen Kunden – und das ist definitiv der Großteil aller Kunden – glaub-würdig verkaufen, dass auf das Geld der Kunden geachtet wird.

Betrug, Zero Toleranz.

Verluste aus dem Betrug werden am Ende wieder über die Prämien reguliert. Wenn ich ein fundiertes und transparentes Betrugsabwehrmanagement aufgebaut habe, dann kann ich dem Kunden verdeutlichen, dass ich auf sein Geld aufpasse. Und zum Thema Vertrieb: Es gibt Versicherungsprodukte, die eine Einladung zum Betrug sind. Wir müssen aufhören mit diesem Mist. Wir müssen aufhören mit einem Produkt um nur in einen Erstkontakt zu kommen, das zwischen den Zeilen sagt: „Hol dir das Geld direkt ab!“

Welche Versicherungsprodukte meinen Sie im Speziellen?

Warum steigen die Schadenzahlen Ende der Skisaison? Das gleiche Spiel, wenn eine neue Generation eines Smartphones rauskommt. Wir kennen all diese Geschichten. Fingerpointing ist hier definitiv nicht angesagt, denn um einen besseren Ruf zu bekommen, sind auch wir in der Versicherungswirtschaft gefordert, ein klares und sauberes Wording in unseren Policies durchzuziehen.

Fingerpointing ist definitiv nicht angesagt, denn um einen besseren Ruf zu bekommen, sind auch wir in der Versicherungswirtschaft gefordert.

Ein qualifiziertes Betrugsabwehrmanagement, implementiert in ein professionelles Schadenmanagement, dient der Kundenbeziehung und der Glaubwürdigkeit des Unternehmens.

Gibt es besondere Merkmale, an denen ein Betrugsfall ausfindig gemacht werden kann?

Das Thema sind zunächst die Betrugsindikatoren. Wenn man eine Betrugserkennungssoftware entwickelt, dann kann man nicht nur von wenigen Standardregeln ausgehen. Da geht es um Feinheiten. Das sind spartenübergreifend derzeit mehr als 500 Indikatoren. Heute setzen wir auf Machine Learning, um betrügerische Netzwerke und Serientäter zu identifizieren.

Betrug beginnt nicht mit der Höhe des Schadens.

Apropos Serientäter: Ein erfolgreicher Betrüger ist zu 90 Prozent Wiederholungstäter. Der Einstieg unter dem Motto „etwas mehr abzukassieren, ist doch noch kein Betrug“, ist definitiv der Nährboden für eine Betrugskarriere. Ich werde immer wieder gefragt, wo bei mir Betrug beginnt. Die Frage erübrigt sich. Betrug beginnt nicht mit der Höhe des Schadens. Es ist ein Tatbestandsmerkmal.

Roland Wörner, The Pope of Fraud Risk Management

Wo liegen die Herausforderungen bei der Implementierung eines Betrugsabwehrsystems?

Das Fundament bilden die internen Richtlinien, die gemeinsame Sprache, qualifizierte Mitarbeiter und die Organisation. Nur darauf aufbauend kann ich hergehen und Betrugsprävention bereits im Risk Management einsetzen und beim Underwriting nutzen, um schlechte Risiken erst gar nicht mehr ins Portfolio zu holen. Dies ist schwierig, da hier sich widersprechende Ziele im Raum stehen. Darauf aufbauend gelangt man zum Business Case.

Die fairApp gehört zu der besondereren Qualität eines guten Schadenhandlings.

Wenn ich mich entscheide, dass das Teil der Strategie ist, dann muss ich auch schauen, dass das Budget stimmt, nämlich für gute Leute, Weiterbildung, ausreichend Ressourcen und technische Innovationen. Die fairApp ist hier ein Thema. Das gehört zu einer besonderen Qualität eines guten Schadenhandlings. Je schneller ich am Schaden bin, umso geringer ist das Risiko, dass jemand auf die Idee kommt, den Schaden zu erweitern. Betrugsprävention gekoppelt mit einem innovativen und guten Schaden-management verhindern Betrug und sorgt außerdem für die Combined Ratio, die wir am Ende des Tages sehen wollen.

Was ist Ihre Sicht und Erfahrung rund um die DSGVO in diesem Zusammenhang?

Aus der Sicht einer fundierten Betrugsprävention und -abwehr sind die Möglichkeiten des gezielten Informationsaustausches völlig ungenügend.  Die einzelnen Versicherungshäuser können die Daten über auffällige Schäden und Betrüger nicht untereinander austauschen. Hier besteht absoluter Handlungsbedarf.

Datenschutz darf kein Täterschutz sein.

In einigen Ländern ist es gesetzeskonform möglich, nachgewiesene Betrugsfälle und überführte Betrüger in einer entsprechenden Datenbank abzufragen. Datenschutz darf kein Täterschutz sein.

Unsere Zeit wird oft als die Post-Truth Ära bezeichnet. Mit Hilfe von Bildmaterial wird getarnt und getäuscht. Auch Versicherungen erhalten bei Verlust Fotomaterial von dokumentierten Schmuckstücken, die aber vom Anspruchsteller nie besessen wurden. Haben Sie das auch erlebt?

Ja. Retuschen, wo der Kopf einer Person nicht richtig am Hals sitzt, weil die Perlenkette mit drauf musste, werden wir heute kaum mehr finden. Um Bildmanipulationen festzustellen, nutzen wir heute forensische Möglichkeiten. In Zukunft wird das automatisch passieren.

Seit 2016 sind Sie mit der Woerner-Consult GmbH beratend tätig. Welche Innovationen stehen bei Ihnen gerade in den Startlöchern?

Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML) werden in Zukunft ganz stark in der Betrugserkennungssoftware von uns eingesetzt. Betrugsregeln werden als Basis genutzt, aber aufgrund von KI/ML ist es möglich, noch stärker Betrugs-muster und riesige betrügerische Netzwerke herauszufiltern. Die Daten und ihre Qualität bilden hierfür die Basis. Auf automatisierte Betrugserkennung springen viele auf, vergessen aber, dass eine solche Software sehr wohl viele Treffer ausspuckt und dann die Menschen fehlen, die damit umgehen können. Den Schaden kann die Software nicht abwickeln. Ein komplettes Fraud Risk Management berücksichtigt das.

Über Roland Wörner

Roland Wörner wechselte als Kriminalbeamter in die Wirtschaft und war bei der Gerling Consulting Gruppe als kriminalistischer Berater und bei großen Versicherern regional und global im Betrugsmanagement tätig, bevor er die WoernerConsult GmbH in der Schweiz gründete.

Roland Woerner ist aktives Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Kriminalistik (DGfK), des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) und bei Precrime Network, das Spezialistennetzwerk gegen Wirtschaftskriminalität in DACH.

Vom Sachverständigen zum Schadenregulierer – ein Berufsbild mit WOW-Effekt

Was macht das Berufsbild des Schadenregulierers so besonders? Warum erfüllen nur wenige die Voraussetzungen? fairchecker Robert Hirschler durfte im Rahmen eines Ausbildungs-Projekts von faircheck Eindrücke zum typischen Tätigkeitsfeld eines Schadenregulierers sammeln. Im Interview erzählt er mehr. 

 

Du arbeitest im Backoffice von faircheck, bist mit dem Bereich der Versicherungstechnik bereits gut bewandert und startest gerade nebenher, in einem Ausbildungsprojekt von faircheck, mit der Ausbildung zum Schadenregulierer. Erzähl uns ein bisschen über deine Erfahrungen.

Ich habe die Chance erhalten, mir, mittels eines sehr intensiven Ausbildungsprogrammes, in kurzer Zeit viel Wissen und Arbeitstechniken der Schadenregulierer anzueignen. Ziel ist es, so gut wie möglich auf die Tätigkeit vorbereitet zu werden. In den letzten Wochen durfte ich einige unserer Schadenregulierer bei Besichtigungen begleiten und konnte mir anhand von diversen spannenden Fällen ein genaueres Bild von der Arbeit des Schadenregulierers machen.

Was ist das Ziel deiner Ausbildung?

Ich bin jetzt im Backoffice für die Qualitätsicherung der Berichte und Gutachten zuständig, kenne also auch die Seite der Interpretation von fremden Berichten. Ich soll in Zukunft im Unternehmen beides können: Schäden besichtigen, aber auch Berichte der KollegInnen fertigstellen und verrechnen. So kenne ich beide Seiten und das ist das Neue und Spannende daran!

Wie sieht dein Bild vom Schadenregulierer im Moment aus?

Ich bin nach wie vor total begeistert! An der Ausbildung gefällt mir besonders die Vielfältigkeit des Berufsbildes. Es werden so ziemlich alle wesentlichen Bereiche aus der Schadenregulierung abgedeckt, unter anderem die Schadenbesichtigung vor Ort, Berichtserstellung, Kalkulation/Rechnungsprüfung oder die Theorie der Versicherungstechnik.

Du warst österreichweit mit Schadenregulierern unterwegs. Was hat dich besonders beeindruckt?

Sehr beeindruckt hat mich das enorme Wissen unserer Schadenregulierer, insbesondere in Hinblick auf Sanierungs- bzw. Reparaturmöglichkeiten. Diesbezügliche Kundenanfragen bei Besichtigungen konnten stets mit bestem Wissen und Gewissen beantwortet werden. Außerdem hat mir auch der besonders freundliche und professionelle Umgang mit den beteiligten Personen gefallen.

Was zeichnet deiner Meinung nach einen guten Schadenregulierer aus?

Einen guten Schadenregulierer zeichnet aus, dass die gewonnenen Eindrücke einer Schadenbesichtigung im Bericht auf den Punkt gebracht werden. Das soll dem Schadenreferenten der Versicherung ermöglichen, das Wesentliche mit einem Blick zu erfassen. So kann der Referent eine rasche Entscheidung treffen. Außerdem sollte der Schadenregulierer neben bau- und versicherungstechnischen Sachkenntnissen auch ein gewisses Feingefühl im Umgang mit den geschädigten bzw. betroffenen Personen mitbringen.

Gibt es aus deiner Sicht Vorteile, wenn man als Sachverständiger im Bereich Bautechnik über Wissen im Bereich Versicherungstechnik verfügt und für faircheck als Schadenregulierer tätig ist?

Auf jeden Fall. Bei faircheck ist man Teil eines erfolgreichen Familienunternehmens mit großem Zusammenhalt, kann die Tätigkeit sowohl Voll- als auch Teilzeit auf Selbstständigkeitsbasis ausüben und bekommt stets Rückhalt von einem qualifizierten Backoffice-Team 😊 und wird mit innovativen Softwaretools ausgestattet. So können die Aufträge schneller und besser erledigt werden.

 

Übrigens
faircheck vergrößert in Österreich, der Schweiz und Südtirol laufend das Kompetenznetzwerk an Sachverständigen, die als Schadenregulierer für faircheck tätig werden möchten. Derzeit suchen wir verstärkt Sachverständige, die in den Bundesländern Vorarlberg und Tirol sowie Salzburg für uns tätig werden möchten.

Mehr zur Bewerbungsmöglichkeit als Schadenregulierer erfahren.

faircheck Schadenregulierer bei der alljährlichen KONfairENZ in Windischgarsten

Schnell hilft doppelt: faircheck Schadenregulierer im Einsatz

Tropft es durch die Decke, tritt Wasser nach einer Überschwemmung in die Wohnung oder ist die Wohnung nach einem Brand nicht mehr bewohnbar, ist der faircheck Schadenregulierer oftmals der erste Face-to-Face-Kontakt für den Versicherungsnehmer. Ablösen können den Prozess der Wiederherstellung nach dem Schadenfall beschleunigen.

Ein Schadenerlebnis in den eigenen vier Wänden hat der durchschnittliche Versicherungsnehmer – wenn überhaupt – nur wenige Male im Leben. Im Vergleich dazu haben fairchecker tagtäglich mit ähnlichen Fällen zu tun. Ist der Schaden in einem Versicherungsfall einmal aufgenommen und wurden mit dem Versicherungsnehmer die ersten Schritte bzw. Erstmaßnahmen besprochen, geht es darum, die Abwicklung des Schadenfalls zu beschleunigen. Die schnellstmögliche Wiederherstellung zu ermöglichen, ist das, wor-um es in der Schadenregulierung geht. Mirnes Begic, Schadenregulierer bei faircheck: „Ich spreche bei jedem Termin vor Ort die Möglichkeit einer Ablöse zur selbstständigen Wiederherstellung an.“ Durch eine sogenannte „Ablöse“ erhält der Versicherungsnehmer schnell und unbürokratisch Geld zur freien Verfügung. Im selben Zuge entbindet sich dieser von der Verpflichtung, Kostenvoranschläge für die Versicherung anzufordern bzw. Rechnungen über erfolgte Reparaturen zur Prüfung vorzulegen, was sich mitunter als langwierig erweisen kann. „Wenn Angebote vorliegen, dann werden die Angebote mit Hilfe unserer Kalkulationsdatenbank geprüft. Sind die Preise angemessen oder nicht? Ist eine vernünftige Ablöse möglich?“, ergänzt der fairchecker. Ist der Versicherungsnehmer handwerklich geschickt und kann den Schaden selbst reparieren bzw. auf Nachbarschaftshilfe zurückgreifen, ist eine Ablöse der schnellste Weg im Schadenprozess. Laut Fachmeinungen sind Ablösen immer seltener möglich, was fairchecker Mirnes Begic aufgrund seiner eigenen Erfahrungen widerlegen kann: „Egal ob Akademiker, Baumeister, Handwerksbetriebe oder Hausverwaltungen. Alle nehmen Ablösen in Anspruch. Wichtig ist, dass man die Möglichkeit immer anspricht. fairApp liefert schnelles Ergebnis beim Kunden.

fairApp liefert schnelles Ergebnis beim Kunden

Der fairchecker nimmt also die Funktion des Vermittlers wahr. Seine Hauptaufgaben sind es, den Schaden vor Ort aufzunehmen, festzustellen, ob das Schadenereignis kausal ist und die Schadenhöhe zu ermitteln. Die Entscheidung über die Auszahlung fällt der Versicherer. Es gilt einen Betrag zu finden, der beiden Seiten – dem Versicherungsnehmer und der Versicherung – angemessen erscheint und die Abwicklung für alle von bürokratischen Hürden befreit. Um die Berechnung für den Versicherungsneh-mer transparent und bildlich zu machen, nutzt der fairchecker eine Smartphone-App mit dem Namen fairApp zur Kalkulation und Darstellung der notwendigen Aufwände für die Reparatur des Schadens. Mirnes Begic erzählt über den Einsatz der fairApp vor Ort: „Wenn der Kunde sieht, dass wir ein Instrument haben, wo Preise hinterlegt sind und wir in kürzester Zeit das Ergebnis liefern können, wirkt das auf den Kunden sehr positiv.“ Gemeinsam mit dem Kunden und auch nach Vorgaben der Versicherung wird ein Betrag erarbeitet, der zum Vorschlag kommt und vom Versicherer bei Deckung gewährt wird. Ganz nach dem Motto: „Wer schnell hilft, hilft doppelt“.

Mirnes Begic

 

Mirnes Begic ist ehemaliger technischer Zeichner und war lange Zeit im (Versicherungs-)Vertrieb tätig, bevor er 2012 sein vielseitiges Können bei faircheck als Schadenregulierer auf eine gemeinsame Spur zusammenführte. Der 45jährige Oberösterreicher liebt die Herausforderungen, die jeder neue Fall mit sich bringt und schätzt die technische Ausstattung, die faircheck ihm zur Erleichterung der täglichen Arbeit zur Verfügung stellt.